Sand im Getriebe (SiG) #23
internationaler deutschsprachiger Rundbrief der ATTAC-Bewegung

Willkommen bei SiG
Vorwort
ATTAC Sommerakademien in Österreich und Deutschland
Teilnahme am ÜbersetzerInnen-Workshop
1. feministATTAC-Conference
Impressum

SiG #23 - Wie weiter?

Pierre Khalfa von ATTAC Frankreich untersucht die Weltlage und die Herausforderungen an die globalisierungskritische Bewegung: Führt die Wirtschaftskrise dazu, dass sich die Länder wieder voneinander abkapseln? Wurzelt die neue Politik der USA in rationalen Überlegungen oder in politisch-ideologischen Entscheidungen der Neokonservativen? Wie stark und dauerhaft sind die Rivalitäten zwischen den USA und der EU? Welche Rolle kann und soll Europa in der Welt spielen? Gewinnt die UNO eventuell wieder an Legitimität? Sind Teile der politischen islamischen Strömungen potentielle Bündnispartner? 'Die Bewegung wird sich daher eine Reihe ganz neuer Fragen stellen müssen' schreibt P. Khalfa und er stellt fest: 'Das Problem, das wir heute lösen müssen, ist weniger das der alternativen Konzepte, sondern vielmehr das der zukünftigen Strategie der Bewegung.'

Alternative Konzepte sind beim 'Gipfeltreffen für eine andere Welt' Ende Mai weiterentwickelt worden. Der in Jakarta verfasste Friedenskonsens hat in aller Deutlichkeit die Aggression gegen den Irak verurteilt und auf der Grundlage demokratischer Grundsätze und des Selbstbestimmungsrechts des irakischen Volkes eine Reihe von Forderungen entwickelt; darüber hinaus ist ein weltweiter Aktionsplan vereinbart worden.

Neben eindrucksvollen Beispielen von Widerstand gegen die neoliberale Globalisierung (Gemeinden gegen GATS; Protestdemonstrationen und Versammlungen gegen den G8-Gipfel, 1. Austrian Social Forum) weisen die Berichte von Christoph Aguiton und Alessandro Pelizzari über die vielfältigen und von vielen Menschen geführten Debatten während der Aktionstage gegen den G8-Gipfel darauf hin, dass gerade strategische Fragen aufgegriffen werden müssen. Thomas Fritz beschreibt die Auseinandersetzungen zur 5. WTO-Ministerratskonferenz im September in Cancún / Mexiko.

Neben den Aktionsauswertungen und Klärungsprozessen in jeder ATTAC-Gruppe wird es auf beiden Sommerakademien in Österreich und in Deutschland wie auch am Europäischen Sozialforum in Paris wiederum Raum für die Entwicklung strategischer Eckpunkten geben.