Sand im Getriebe (SiG) #20
internationaler deutschsprachiger Rundbrief der ATTAC-Bewegung

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SiG #20 - WIDERSTAND GEGEN DIE WELTPLÜNDERER

Die Weltplünderer kommen nicht mit kleinen Transportern an und man wird sie nicht beim Abtransport eines Bürostuhls oder eines Kühlschranks filmen können. Die Weltplünderer ziehen sich eine Tarnkappe über und reden von 'Demokratie' 'Sturz eines Diktators' 'Befreiung', 'Wettbewerbsfähigkeit', 'Wohlstand durch Privatisierung', 'Handelsfreiheit'...

Ihnen Einhalt zu gebieten verlangt zuerst, ihre Sprache unter die Lupe zu nehmen:
In dieser Ausgabe befaßt sich Maria Angeles Maeso mit den 'Knechtischen Adjektiven', die dem Substantiv 'Krieg' beigefügt werden; Eduardo Galeano widerlegt die Rechtfertigungen für einen Krieg gegen den Irak;
Ricardo Petrella setzt sich mit der Ideologie des Wettbewerbs nach dem 11. September 2001 und deren katastrophalen Folgen auseinander; Alessandro Pelizzari analysiert den Prozess der Privatisierung der öffentlichen Dienste.

Den Weltplünderern Einhalt zu gebieten verlangt auch, sich über deren weiteren Pläne im Klaren zu werden:
José Garcia Botia beantwortet die Frage 'Was machen denn die USA in Afrika?'; Noam Chomsky warnt: 'Der Irak ist ein Probelauf'. Und in der Tat werden die nächsten Kriege angekündigt: Aussenminister Powell erklärte am 30. März vor dem American Israel Public Affairs Committee in Washington: 'Teheran muss aufhören, den Besitz von Massenvernichtungswaffen und ihrer Trägersysteme anzustreben.(...) Syrien kann die direkte Unterstützung von Terrortruppen und des sterbenden Regimes Husseins fortsetzen oder einen anderen hoffnungsträchtigeren Weg einschlagen.' (Quelle: American Dienst)

Um den Weltplünderern Einhalt zu gebieten, muss deutlich gesagt werden 'Ein völkerrechtswidriger Krieg wird auch durch einen militärischen Sieg nicht nachträglich legitimiert' (Attac Deutschland). Die Forderung nach Abzug der US- und britischen Truppen aus dem Irak ist nach wie vor zu erheben; dem Gerede, wonach der Krieg vorbei wäre, ist das fortwährende Leiden der irakischen Bevölkerung unter den militärischen Angriffen und deren Folgen anzuprangern.

Den Weltplünderern Einhalt zu gebieten verlangt schließlich, sich über die Grundlinien eines effektiven Widerstands zu verständigen: Felix Kolb und Christoph Bautz meinen, dass die Friedensbewegung sich weltweit für eine 'Uniting for peace'-Resolution der UN-Vollversammlung stark machen soll; Peter Strutynski vom deutschen Bundesausschuss des Friedensratschlags stellt sieben Vorschläge vor, darunter das Eintreten für eine allgemeine Abrüstung, die Ablehnung des Umbaus der Bundeswehr zu einer Angriffsarmee und des Aufbaus von europäischen Eingreifstruppen.
Petrella führt aus: 'Was tun nach dem 11. September. einige Vorschläge', Pelizzari entwickelt 'Perspektiven gesellschaftlicher Aneignung'.


Das Redaktion-Team dieser Ausgabe:
Marie-Dominique Vernhes und Peter Strotmann (attac Deutschland), Barbara Waschmann und Claus Faber (attac Österreich), Karin Vogt und Alessandro Pelizzari (attac Schweiz)

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