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FREIE SOFTWARE STILLT DEN HUNGER 'Samba' wird nicht nur getanzt sondern ist auch der Name einer Freien Software. Durch den Wegfall von Software-Lizenzen werden Gelder frei. Der 'Kampf dem Hunger' - Hauptanliegen von Brasilien?s Präsident Lula - wird finanzierbar.
Die internationale 'Open Source'-Entwicklergemeinde hat der brasilianischen Administration vorgeschlagen, 'der Freien Software in der öffentlichen Verwaltung Priorität einzuräumen und damit die einheimische Informatik-Industrie zu ermutigen, ein freies Betriebssystem anzuwenden' meint Marcelo Branco, Mitglied des Koordinationsausschusses des Projekts Freie Software von Rio Grande do Sul.
Diego Saravia, von der Nationalen Universität Salta / Argentinien und Mitglied der NRO 'Hipatia', geht in?s Detail: 'Brasilien darf nicht weiterhin interne Ressourcen, fast 1 Mrd. US-Dollar im Jahr, verwenden, um Lizenzen an die großen Multis des Nordens zu zahlen. Mit Freier Software bleiben diese Ressourcen im Lande und können dazu beitragen, den Hunger zu bekämpfen'. Und weiter: 'Die internationale Gemeinschaft der Freien Software-Entwickler setzt große Hoffnungen auf die Regierung Lula. Brasilien könnte ein sehr wichtiges Beispiel für andere Länder werden und wir sind bereit, Hilfestellung zu geben'.
Stefano Barale, Physiker und Forscher im Projekt 'Datagrid' und Autor des Buches 'Wie wir zu freien Software kommen und glücklich leben? Handbuch zur Selbstbefreiung der Informatik', stellte das Projekt 'Samba' vor, das den Austausch von Dateien zwischen Windows und GNU/Linux ermöglicht. Einmal fertiggestellt, schickt sich 'Samba 3' an, die operativen Microsoft-Systeme von der Spitzenposition im Markt der Unternehmensserver zu verdrängen, um sie durch das transparentere und effizientere Betriebssystem Linux zu ersetzen. Eine Marktanalyse bei Servern sagt für die zweite Jahreshälfte 2003 den Erfolg des Betriebssystems Windows 2000 über das jetzt veraltete Windows NT voraus.
Die Kampagne 'Befreie Deine Software!' sammelt daher bis Juni 2003 Geldmittel in der Höhe von 150.000 Euro, um die Entwicklung von 'Samba' zu beschleunigen. Das Geld ist für ein Programmierungs-Team gedacht, die bis heute íhre Arbeit ehrenamtlich zur Verfügung gestellt haben. Zur Jahresmitte - in einem Moment, an dem sich der Markt erneuert - könnte den Unternehmen dann die Alternative 'Samba' angeboten werden.
'Die Idee ist,' so Stefano Barale - Koordinator der Kampagne - 'ein wirtschaftlich solidarisches Netz zwischen Einzelpersonen, Vereinigungen, ProgrammiererInnen und der MAG4, einer piemontesischen ethischen Finanzierungsgesellschaft, aufzubauen. Die Förderer der Kampagne sind die IA Sociazione per il Software Libero (ASSAOLI), die italienische Abteilung der Free Software Foundation und die Gesellschaft GNUG von Turin, die auf diese Weise ihren Beitrag zum Aufbau eines neuen wirtschaftlichen Modells anbieten, das auf der Verbreitung und Zugänglichkeit von Wissen basiert.'
Weiterführende Informationen: www.liberailsoftware.org; www.freeyoursoftware.org, www.samba.org
Quellen: Kampagne 'Befreie Deine Software!'; Stampa Büro;
Runder Tisch 'Gigantinho' @ PoA 03 zu 'Die freie Software - Erfahrungen und Aussichten'
Übersetzer: Marcelo, coorditrad@attac.org, ehrenamtliches Übersetzungs-Team, sig bw, 21.02.2003
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