Die normale - Festival des sozialpolitischen Films Hallein - 26. bis 31. Mai 2003
'Normal ist, was uns nicht in den Nachrichten serviert wird. Normal ist, was wir in den Kinos vergeblich suchen. Normal ist, was uns gerne verschwiegen wird. Normal ist, 4.150 Minuten anderer Blick.'
Die Normale zeigt das Normale: Eine kritische Auseinandersetzung mit einer Welt, die von Ausgrenzung und wildem Profitstreben dominiert wird. Auflehnung gegen eine Gesellschaft, in der Solidarität, Arbeit und Gerechtigkeit von Globalisierung, Neoliberalismus und Krieg überrollt werden. Die Normale fokussiert Alternativen.'
Die Normale ist ein Film- und Videofestival mit einem ganz normalen bildungspolitischen Anspruch. Zu sehen sind Filmbeiträge aus aller Welt zu besagtem Thema. Dabei finden viele Aspekte Eingang, die dem 'normalen' Seher einer ZIB verwehrt bleiben werden. Soziale und politische Bewegungen aus aller Welt bilden nur einen Teil des Programms. Der andere liegt viel näher. Nämlich in unserem eigenen Land. Widerstand an Universitäten oder gegen die schwarz-blaue Regierung - FilmemacherInnen, KünstlerInnen, JournalistInnen und entwicklungspolitische AktivistInnen zeigen im Rahmen der Normale ihre Werke. Jeder wird sein persönliches Gustostückerl finden - Dokumentationen und Spielfilme, Musikvideos und Kurzfilme - für jeden Geschmack ist etwas dabei, sofern das Thema interessiert.
Unter den vier Bereichen 'Neoliberales', 'Nord-Süd', 'Anti-Krieg' und 'Medien' werden jeweils Filme zu Themenblöcken zusammengefasst. Arbeit, Gesundheit, Anti-Faschismus, Frauen, GATS, Menschenrechte, Bildung - um nur eine Auswahl zu geben. Und dabei lassen nicht wenige Namen hellhörig werden. Präsentiert werden neben Größen wie Charlie Chaplins 'Great Dictator', dokumentarischen Werken von und über Noam Chomsky oder Filmen von Leo Gabriel auch Stücke von UTV, dem Universitätsfernsehen Wien.
Die junge Normale Hallein - 26. bis 28. Mai
Ein spezieller Jugend-Schwerpunkt ist in diesen Tagen im Halleiner Stadtkino zu sehen. In Zusammenarbeit mit BAOBAB - der entwicklungspolitischen Bildungs- und Schulstelle, der Agentur für entwicklungspolitische Bildungsarbeit Südwind Salzburg und dem Stadtkino Hallein werden spannende Dokumentationen und Spielfilme im Rahmen von Workshops und Vorträgen vorgestellt.
Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, der Normale einen Besuch abzustatten, lässt sich das doch ganz gut mit einem Besuch des Social Forums (29. Mai bis 1. Juni) kombinieren. Dazu mehr Informationen auf www.socialforum.at. Über die Normale könnt ihr natürlich auch noch Genaueres erfahren - auch über das Programm - auf www.normale.at (im Aufbau).
Im Rahmen des Halleiner ASF findet auch ein Festival des sozialpolitischen Films statt.
'Never doubt that a small group of committed people can change the world; indeed it is the only thing that ever has.' Mit diesem Zitat der US-amerikanischen Ethnologin Margaret Mead machen die Organisatorinnen und Organisatoren des Festivals des sozialpolitischen Films 'Die Normale' ihr Credo deutlich:
Veränderung ist möglich. Im Stadtkino Hallein und auf der Perner Insel werden im Rahmen des Austrian Social Forums u.a. Beiträge von international renommierten Filmemacherinnen und -Machern wie Ruth Beckermann und Ken Loach, 'dokumentarische Gustostückerln' von und über Noam Chomsky, Dokumentationen über Frauen-Power in den Favelas von Rio de Janeiro und an den Stränden Südindiens oder über Menschenhandel mit nigerianischen Fußballspielern gezeigt.
Normal? 'Normal ist bedauerlicherweise nicht nur das, was uns über öffentliche Medien wahrzunehmen erlaubt ist', präzisiert die 'Normale'-Koordinatorin Barbara Waschmann. 'Das 'Normale'-Programm wird daher ausschließlich von gesellschaftskritischen Beiträgen getragen, die für gewöhnlich die TV-Monitore und Kinoleinwände selten erreichen.'
Denn die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen sei nur möglich, 'wenn wir nicht nur oft einseitig oder gar falsch informiert werden.'
Die 'Junge Normale' Zu Beginn soll im Rahmen der 'Jungen Normale' mit Dokumentar-, Kurz- und Spielfilmen bzw. Musik-Clips und Spots ein audio-visueller Schwerpunkt zu entwicklungspolitisch relevanten Themen gesetzt werden.
Filme aus und für den Süden zeigen andere Realitäten, stellen 'Selbstermächtigung und nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt, öffnen den Blick auf Philosophien und Weltanschauungen, die uns Mitteleuropäern gar nicht so geläufig sind', erklärt die Ethnologin, Filmemacherin und Co-Koordinatorin Silvia Santangelo Jura.
Die 'Junge' macht Schule Unter dem Motto 'Groß werden mit Weitblick' werden in verschiedenen Workshops für Schülerinnen und Schüler der verschiedensten Altersstufen Themen wie konzerngetriebene Globalisierung und Rassismus bearbeitet. Vorträge für junge Menschen aller Altersstufen ergänzen das Programm und sollen 'helfen, Zusammenhänge zu erkennen und Kritikfähigkeit zu entwickeln.'
'Die Königinnen des Salgueiro' So heißt der Film, den Silvia Jura Santangelo bei der Normale zeigt. Mit Hilfe der Göttinnen und Götter und auf ihren Verstand zählend, kämpfen Dona Ivete und viele andere Bewohnerinnen und Bewohner für eine bessere Zukunft am Morro do Salgueiro, einem Armenviertel (Favela) im Herzen von Rio de Janeiro. Sie setzen sich auch mit viel Mut gegen Ausgrenzung, Rassismus und Armut ein. Ihre gemeinsame Waffe ist die afro-brasilianische Kultur.
Würde trotz Gewalt Es sollte ein Dokumentarfilm werden, 'der in Zusammenarbeit mit den 'Dokumentierten' passiert', resümiert Santangelo ihr Doku-Debüt. Gedreht an einem Ort, der sonst keine Besucher zulässt, wo sich die Menschen vor Fremden und Staat schützen, gewährt 'Die Königinnen des Salgueiro' einen intimen Einblick in Wünsche und Hoffnungen. Denn die gängigen Assoziationen zu Favela sind Gewalt, Drogenhandel und Prostitution.
Diese Dokumentation will eine Momentaufnahme des Favela-Alltags hinaustragen. Sie zeigt die 'ganz normalen' Menschen, die Kinder, Frauen und Familien. Anhand des konkreten Ausbildungsprojektes Nika Jaina, das eine Ausbildung zur Afro-Friseuse zeigt, werden Kultur, Religion und der soziale Zusammenhalt, der das Überleben im Kontext des allgegenwärtigen Rassismus ermöglicht, veranschaulicht.
Tipp: Die Normale, Festival des sozialpolitischen Films, 26. bis 31. Mai in Hallein. Anmeldungen für die Workshops unter: workshop@normale.at
aus dem Interview mit Carla Knapp, Regisseurin von 'wir leben ewig...' Ceiberweiber: Wir haben ja deinen Film am Normale Filmfestival in Hallein gesehen. Wie passt dein Film in diesen Rahmen - das Motto war ja gegen Ausbeutung und Ausgrenzung; ich weiß nicht, wie viel du von den anderen Filmen mitbekommen hast, aber warum denkst du, passt dein Film in das Social Forum?
Carla Knapp: Die Organisatorin von der Normale, Barbara Waschmann, ist auf mich zugekommen und hat gesagt, dass der Film interessant für das Festival wäre. Sie hat mir erzählt, dass die Normale das erste Mal statt gefunden hat und sie hatte ja einen unglaublichen Organisationsaufwand. Sie sagte mir, die Normale ist das Festival des sozialpolitischen Films und es sollen Filme gezeigt werden, die soziale, politische oder sozialpolitische Themen zum Inhalt haben und die im normalen Rahmen des Fernsehens, des Kinos nicht so gezeigt werden, wo man nicht den Zugang hat, diese Filme zu sehen.
Und da passt mein Film hervorragend, denn, wenn man jetzt das Genre nimmt, geht es um das Holocaust Thema, aber im Endeffekt ging es mir darum, Begegnungen möglich zu machen, die eigentlich nicht möglich sind. Das ist für mich auch, ich hoffe, dass das richtig rüber kommt, ein Stellvertreterthema, wir haben den Palästina Konflikt heute und es gab ja vor mir einen anderen Film von einer Palästinenserin, die das gezeigt hat, wie das heute in Hebron ist - sie zeigte ein Haus mit drei Witwen - wo du gesehen hast, wie die Palästinenser unter der israelischen Herrschaft leiden und wie das tagtäglich abgeht. Mir ist auch klar geworden, wie austauschbar das im Endeffekt ist, wenn Unterdrücker und Unterdrückte keinen Weg zusammen finden, keinen Weg der Begegnung finden. In dieser Programmierung hat das auch gut gepasst, zuerst die palästinensische Geschichte, dann die Holocaust Geschichte, es wurde so klar, da musste man nicht mehr viel sagen.
Die Normale zeigt das Normale: Eine kritische Auseinandersetzung mit einer Welt, die von Ausgrenzung und wildem Profitstreben dominiert wird. Auflehnung gegen eine Gesellschaft, in der Solidarität, Arbeit und Gerechtigkeit von Globalisierung, Neoliberalismus und Krieg überrollt werden. Die Normale ist ein Film- und Videofestival - mit einem ganz normalen bildungspolitischen Anspruch. Die Normale bringt Beiträge von international renommierten FilmemacherInnen wie Sharon Bhagwan Rolls und Ken Loach, dokumentarische Gustostückerl von und über Noam Chomsky, Frauen-Power in den Favelas von Rio de Janeiro und an den Stränden Südindiens oder Menschenhandel mit nigerianischen Fußballspielern. Die Normale zeigt, was die Zensur nicht in die ZIB läßt, bietet Begegnungen mit den sozialen und politischen Bewegungen von Porto Alegre, Seattle, Genua, Salzburg, Florenz, zeigt Widerstand an Universitäten, Kunst gegen schwarz-blau, die Arbeit von NGOs.
Koordination des Normalen Filmfestivals: Barbara Waschmann, Thomas Lindermayer
Vom 28. bis 31. Mai präsentiert die NORMALE, das Festival des sozialpolitischen Films, was uns weder in den Nachrichten, noch im Kino gezeigt wird.
4.150 Minuten anderer Blick an sechs Tagen - Dokus, Spielfilme, Kurzfilme, Musicvideos, Spots - begleitet von Gesprächen mit den FilmemacherInnen, Workshops und viel Spontanität. Und alles bei freiem Eintritt! detailliertes Programm @ www.normale.at
das Festival des politischen Films Hallein / Österreich 26. ? 31. Mai 03 Stadtkino Hallein und Open-Air-Kino Perner-Insel www.normale.at
ein anderer Blick ist möglich
Die Normale präsentiert, was uns nicht in den Nachrichten serviert wird. Die Normale zeigt, was wir in den Kinos vergeblich suchen. Die Normale erzählt, was uns gerne verschwiegen wird. Die Normale ist 4.150 Minuten anderer Blick.
Die Normale bringt das Normale: Eine kritische Auseinandersetzung mit einer Welt, die von Ausgrenzung und wildem Profitstreben dominiert wird. Auflehnung gegen eine Gesellschaft, in der Solidarität, Arbeit und Gerechtigkeit von Globalisierung, Neoliberalismus und Krieg überrollt werden. Die Normale fokussiert Alternativen.
Die Normale ist ein Film- und Videofestival - mit einem ganz normalen bildungspolitischen Anspruch.
Die Normale bringt Beiträge von international renommierten FilmemacherInnen wie Ruth Beckermann und Ken Loach, bietet dokumentarische Gustostückerln von und über Noam Chomsky, Frauen-Power in den Favelas von Rio de Janeiro und an den Stränden Südindiens oder Menschenhandel mit nigerianischen Fußballspielern? Die Normale zeigt, was die Zensur nicht in die ZIB läßt, bietet Begegnungen mit den sozialen und politischen Bewegungen von Porto Alegre, Seattle, Genua, Salzburg, Florenz, zeigt Widerstand an Universitäten, Kunst gegen schwarz-blau, die Arbeit von NGOs?
FilmemacherInnen, KünstlerInnen, JournalistInnen und entwicklungspolitische AktivistInnen zeigen ihre Werke: Dokumentationen und Spielfilme, Musikvideos und Kurzfilme stellen das Normale vom 26. bis 31. Mai ins Zentrum.
Mit Filmen von: Nicole Baier, Uwe Bolius, Nathalie Borgers, erato social films, Leo Gabriel, Peter Grabher, Ken Loach, Raoul Peck, Silvia Pernegger, Dorothee Plass, Oliver Ressler, Birgit Riedler, Silvia Santangelo Jura, Studio West, UTV, Tote Hosen, Peter Waldenberger Kollektiv und vielen anderen. link exchange Attac Österreich Die Grüne Alternative Niederösterreichs KPÖ Bundesvorstand