Die Normale
das gesellschafts- und wirtschaftspolitische Dokumentarfilm-Fest

Die Normale, Hallein 2003
Programm, 26.05.03
Programm, 27.05.03
Programm, 28.05.03
Programm, 29.05.03
Programm, 30.05.03
Programm, 31.05.03
Das Normale-Team 2003
Flyer
Wir bedauern,...
Die Normale 2003 wurde ermöglicht durch
Öffentlichkeit

Das NORMALE-Programm
Freitag, 30. Mai 2003


Alte Saline, 09:30 bis 14:00
09:30 mitreden - mitgestalten von Mathias N. Ilg, Werner Stenzel
10:00 Pensionsreform 2003 von Sven Hilberth, Karin Schuh
10:10 ArMUT! Es ist genug für alle da! von Zarik Avakian
11:00 Ausbau statt Ausverkauf der öffentlichen Dienstleistungen von Stopp GATS
11:15 Susan George zu GATS von erato social films
11:25 Erik Wesselius zu GATS von Roman Schmidseder
12:00 Schulden im Sinne der Anklage von Thomas Pfaff, Wolfgang Minder
12:20 MAI-Investitionsabkommen von Michael Houben
12:30 Ist Öko out? von Michael Houben
12:40 Schwarzbuch Markenfirmen von Michael Houben
12:45 Vorwärts zum Infarkt? von Michael Houben
13:00 4 Erden von Michael Houben
13:05 6 Days at Cop 1 von Michael Houben
13:10 Tzajal Ch'en - Die rote Höhle von Peter Grabher
13:30 Hier waren auch wir einst Fremde... von Reinhard Seiss, Heinrich Hendrix

Stadtkino Hallein, 14:00 bis 23:00
14:00 Kurzfilme zu NEOLIBERALEM
Widerstand-Serie gegen Schwarz/Blau von Susanne Aichholzer, Sven Hilberth
Widerstand an der Uni von Susanne Aichholzer, Sven Hilberth
Frowenwiderstand von Karl Rothauer
24 11 2002 von Renée Kellner
Nika Ithemba von eyeM für Life Ball
Opfer der Globalisierung, maquiladora-Fabriken in Lateinamerika von Leo Gabriel
Opfer der Globalisierung, Clean Clothes von Leo Gabriel

16:00 Arbeit - Macht - Freiheit von Studio West Salzburg
Der Vermieter von Jörg Pibal, Christian P. Saupper
16:30 Senderos von Leo Gabriel
18:00 Kurzfilme zu ANTI-FASCHISMUS, Österreich-Schwerpunkt
Pogrome. Zur Verfolgung jüdischer MitbürgerInnen in Kärnten von Michael Zuzanek
Denkmalkultur in Kärnten/Koroska [s mit hatschek] von Michael Zuzanek
Andri 1924-1944 von Andrina Mracnikar
Principiis Obsta - Wehre den Anfängen von Thomas Lindermayer
Hugo Pepper von UTV Wien

19:00 Uwe Bolius und Ernst Gold zu der Dokumentation über die Halleiner Widerstandskämpferin Agnes Primocic
19:15 Nicht stillhalten, wenn Unrecht geschieht von Uwe Bolius
20:00 Kawther Salam zu ihrem Film
20:15 Detained/Asurot/Le Recluse/Gehindert von Kawther Salam
21:00 Carla Knapp zu ihrem Film
21:15 Wir leben ewig... von Carla Knapp

OPEN AIR-Kino, Perner-Insel ab 21.00
21:00 Kurzfilme zu AUSGRENZUNG
Lhako Noc (c mit Hatschek) / Gute Nacht von Rolf Holub
Amnesty International Aktionstag von Sebastian Schlöglmann
Rekurative Ästhesie von Johannes Öhe, Christiane Dachs
Palestine Cup 2003 von Katharina und Xenia Kopf

22:00 Dienstleistung: Fluchthilfe von Oliver Ressler
23:00 Die Königinnen von Salgueiro haben relative Bürgerrechte von Silvia Santangelo Jura
23:45 Sold Out von John Buche
00:30 Disobbedienti von Oliver Ressler, Dario Azzellini


ALTE SALINE, 09:30 bis 14:00

mitreden - mitgestalten, die Grätzelmangements des 2. und 20. Wiener Bezirks rufen auf
Idee und Ausführung:
Mathias N. Ilg, Werner Stenzel
BürgerInnen sind lokale Experten, die ihren Lebensraum selbst mitgestalten sollen. Auf dieser Ansicht baut das EU-geförderte Projekt 'Grätzelmanagement' auf. Es bezieht sich auf Teile des 2. und 20. Wiener Gemeindebezirks, welche wirtschaftliche, ökologisch und soziale Defizite aufweisen. Die Aktivierung der BürgerInnen und die Hilfe zur Selbsthilfe steht bei diesem Projekt im Vordergrund. Das Video 'mitreden - mitgestalten' informiert über das Grätzelmanagement, zeigt unterschiedliche Facetten des Gebietes und versteht sich als Impulsvideo.

Pensionsreform 2003
von Sven Hilberth, Karin Schuh, A - 2003

Beitrag zu den Streiks vom 6. Mai 2003 gegen die geplante Pensionsreform der schwarz-blauen Bundesregierung.

ArMUT! Es ist genug für alle da!
von Zarik Avakian, A, 2003

Entstanden anlässlich der 5. Österreichischen Armutskonferenz (20-21.03.2003) mit kurzem Rückblick auf die Entstehung der Österreichischen Armutskonferenz, um Armut & Gesundheit, den Zugang und die Qualität der Sozialleistungen und vor allem um die geheimen GATS-Verhandlungen, womit uns massive Verschlechterungen des Zugangs der Menschen zu Sozialleistungen durch Privatisierungen in Europa und weltweit bevorstehen.

Ausbau statt Ausverkauf der öffentlichen Dienstleistungen
von
Stopp GATS
Das Video zeigt die Funktionsweise der WTO, wer hinter den GATS-Verhandlungen steckt, welche Auswirkungen - sowohl im Norden wie auch im Süden - zu befürchten sind, Beispiele für Liberalisierungsdesaster und ermuntert zu Widerstand und Engagement für öffentliche Dienstleistungen.

Stopp GATS - Susan George
von erato social films, EN

Die UTV Debatte über Privatisierung: Susan George ist Vizepräsidentin von ATTAC-Frankreich, Autorin mehrerer Bücher und GATS Expertin. Mit uns sprach Susan George über die Gefahren von GATS und über mögliche Alternativen. GATS betrifft uns alle!

Stopp GATS - Erik Wesselius
von Roman Schmidseder

Die UTV-Debatte über Liberalisierung
Eric Wesselius, Buchautor und Stopp-GATS-Aktivist, über die Liberalisierung öffentlicher Dienstleitungen.
Was passiert, wenn etwa die Eisenbahnen privatisiert werden? Was will die EU? Gibt es Chancen, den Ausverkauf zu stoppen?


Schulden im Sinne der Anklage
von Thomas Pfaff und Wolfgang Minder, Drehbuch: Christian Gottschalk, Kamera: Frantisek Cermak, Produktion: Thomas Pfaff im Auftrag von
Erlassjahr.de, Köln, 2001 Länge: 16
Ein Film mit satirischen Spielszenen und Dokumentarteilen über die Verschuldung der Länder des Südens. In einer an amerikanische Gerichtsfilme angelehnten Rahmenhandlung sitzt ein Afrikaner stellvertretend für die verschuldeten Länder auf der Anklagebank; ihm gegenüber Richter, Ankläger, Verteidiger, Geschworene und Zeugen, die sich alle auf merkwürdige Weise ähneln...
Die Dokumentarteile fassen die Entstehung der Schuldenkrise, den gegenwärtigen Umgang mit ihr (im sogenannten 'Pariser Klub') und eine mögliche Alternative ('Internationales Insolvenzverfahren') zusammen.


MAI
von Michael Houben, Kamera: Hans Hausmann, Schnitt: Wolfgang Günther, Länge: 7'50 - mit freundlicher Genehmigung von WDR 'Dschungel'

Die Geschichte vom internationalen Abkommen zur Beseitigung von Investitionshemmnissen, dass den Staaten (nicht nur in Sachen Umweltschutz) einen Großteil ihrer Entscheidungsbefugnis nimmt, dass zwar am französischen Widerstand zunächst scheiterte, jetzt aber in einer cleveren Salami-Taktik doch noch still und leise durchgesetzt werden soll.

Ist Öko out?
von Michael Houben, Kamera: Hermann Schulz, Christian Neher, Maurice Eberl-Rothe, Schnitt: Katja Istas, Länge: 9'09 - mit freundlicher Genehmigung von WDR 'Dschungel'

Die Geschichte vom Öko-Image, das vor zwanzig Jahren fast schon 'dazugehörte', aber mittlerweile - auch durch Mißbrauch und Überstrapazierung - in Mißkredit geraten ist. Und von Versuchen und Überlegungen mancher Marketing-Experten, die alte 'Tante Öko' in schickem Glanz neu erstrahlen zu lassen.

Schwarzbuch Markenfirmen
von Michael Houben, Kamera: Axel Köhler, Schnitt: Astrid Skornia, Länge: 5'53 - mit freundlicher Genehmigung von WDR 'Dschungel'

Die Geschichte von Markenfirmen, die doch häufig echten 'Dreck' am Stecken haben, von dem Journalisten Klaus Werner, der all dies im
'Schwarzbuch Markenfirmen' gesammelt und teilweise neu aufgedeckt hat - und die Geschichte von den VerbraucherInnen, die durchaus etwas dagegen unternehmen können.

Vorwärts zum Infarkt?
von Michael Houben, Kamera: Werner von Mayer Myrtenhain, Schnitt: Phillip Scheppmann u.a., Länge: 13'48 - mit freundlicher Genehmigung von WDR 'Dschungel'

Wir verfolgen das Leben von Otto, bis zum Jahr 2030 - und weil es so traurig ist, zeigt der zweite Teil wie Otto's Leben auch verlaufen könnte. Mit Mitteln des Spielfilmes inszeniert - aber in fast allen Details auf einer Studie der OECD basierend.

4 Erden
von Michael Houben, Grafik: Susanne Priggemeyer, Kamera: etwa zwei Dutzend verschiedene, Schnitt: Denny Allstädt, Länge: 4'54 - mit freundlicher Genehmigung von WDR 'Dschungel'

Die Geschichte von dem Konsum des Menschen, der immer auch 'Fläche' braucht. Wieviele Planeten würden wir brauchen, wenn jedeR so leben würde wie wir?

6 Days at Cop 1
von Michael Houben, Kamera/Schnitt: Studio Berlin der ARD, Länge: 22'30 - mit freundlicher Genehmigung von ARD Morgenmagazin 1995

Der erste offizielle Weltklimagipfel fand 1995 in Berlin statt. Er war eine Zwischenstation auf dem Weg zum Kyoto-Protokoll. Michael Houben begleitete damals die Arbeit einer indischen NGO und der vielen engagierten 'Kollegen' in einer Art täglichen Tagebuch.

Tzajal Ch'en - Die rote Höhle
von Peter Grabher ©
kinoki lumal, 2002
In der 'cueva roja', der roten Höhle, feiern Angehörige der Tzeltal, der Tzotzil, der Ch'ol und Motozintleco im Hochland von Chiapas eine 'Zeremonie des Wiedersehens'. Musik vermischt sich mit Rauch und den Worten des Priesters, der in Maya-Tzeltal spricht, der Sprache der 'Frauen und Männer aus Mais'. Der Film übersetzt seine Rede erst, als auch er selbst sich in indigen gefärbtes Spanisch übersetzt. Er spricht von zwei Dingen: Vom Gedeihen der Bohnen und vom Wohlergehen der 'comandantes'. 1994 haben diese Menschen der mexikanischen Regierung den Krieg erklärt. Sie begannen einen Aufstand für ihre Würde und Stromversorgung.

Hier waren auch wir einst Fremde...
von Reinhard Seiss, Heinrich Hendrix - Co-Produktion mit dem Institut für Stadt- und Regionalforschung, TU Wien und dem Mozarteum Salzburg - A, 1998

Der Film bezieht mit aufklärerischer Ambition Stellung gegen Xenophobie. Zum einen werden spezifische Unterschiede der ökonomischen und demographischen Entwicklung zwischen Stadt und Land, bzw. Erster und Dritter Welt erläutert. Mit dem Schluß, dass Zuwanderung aus ärmeren Regionen eine Notwendigkeit für das Wachstum unseer Städte, bzw. reicher Länder ist. Zum anderen werden die migrationsbedingten Sozialkonflikte in europäischen Städten erklärt, um Fremdenfeindlichkeit als unbegründete Angst der Einheimischen vor Wohlstandsverlust zu interpretieren. Darüber hinaus sollen künstlerische Darstellungen im Film individuelle Betroffenheit und integrationspolitisches Verständnis erzeugen. Denn die Vorfahren aller StädterInnen sind einmal als Fremde zugewandert.

STADTKINO Hallein, 14:00 bis 23:00

Kurzfilme zu NEOLIBERALEM
Widerstand-Serie gegen Schwarz/Blau von Susanne Aichholzer, Sven Hilberth
Widerstand an der Uni von Susanne Aichholzer, Sven Hilberth
Frowenwiderstand von Karl Rothauer
24 11 2002 von Renée Kellner
Nika Ithemba von eyeM für Life Ball
Opfer der Globalisierung, maquiladora-Fabriken in Lateinamerika von Leo Gabriel
Opfer der Globalisierung, Clean Clothes von Leo Gabriel

Widerstand-Serie gegen Schwarz/Blau
von Susanne Aichholzer, Sven Hilberth

Trilogie über die Proteste gegen die schwarz-blaue Bundesregierung. Tagesaktuelle UTV-Berichterstattung im Februar 2002.

Widerstand an der Uni
von Susanne Aichholzer, Sven Hilberth

Audimax-Besetzung gegen die blau-schwarze Regierungsbildung im März 2000. Widerstand an der Universität Wien - eine Bestandsaufnahme. Beitrag zur politischen Situation Österreichs. Das Audimax der Uni Wien wird besetzt!

Frowenwiderstand
von Karl Rothauer, Produktion:
Offscreen, Salzburg
Länge: 16


24 11 2002
von Renée Kellner
A, 02/03 Länge: 12

'.......24.11.2002 - letzte Nationalratswahl. In Österreich. Wiss'mer eh'- oder auch schon nicht mehr - eh' schon wurscht, egal, oder was? Jetzt müssen wir leben, mit ihm, dem Resultat vom 24.11.2002 - Wozu auch noch einen Film zu diesem Datum anschauen. Da braucht sich niemand etwas besonderes erwarten. Die Wirklichkeit, die 'dem wer wenn nicht er' durch einen lieben Gott zum haushohen Wahlsieg verholfen hat, die ist doch nicht zu steigern. Aber, da gibt es eine Filmemacherin, die kann das.
24 11 2002, der Film von Renée Kellner. Tiefsinnig, flott, komisch und auf eine fast schon hinterhältige Art und Weise berührend. Der Film zeigt Menschen (dargestellt von KünstlerInnen der Gruppe TEICH® seit 2001.Kunst) in gekonnter Überzeichnung eingesperrt zwischen Alltag und MedienSchlagzeilen. Eine herrliche Parodie bei der, obwohl sie sich auf unsere politische Wirklichkeit bezieht, das Lachen nicht im Hals stecken bleibt.
'Erinnerungen an die tiefsinnige Komik eines Buster Keaton tauchen auf. Ein Stück Zeitgeschichte. Mit allerfeinster Klinge geschnitten.' feedback von Beate B(aumgart)


Nika Ithemba
von
eyeM für Life Ball
Patentierte Medikamente, in diesem Fall zur HIV-Behandlung, sind für die infizierten Menschen unleistbar. Pharma-Konzerne strengten einen gemeinsamen Prozess in Süd-Afrika an, um ja keine 'Verluste' einzufahren. Der Life Balls hilft in Zusammenarbeit mit der Elton John-Foundation seit einigen Jahren finanziell auch in Afrika.

Noam Chomsky @ Porto Alegre, 2003
von erato social film

Noam Chomsky zu den 'Klassikern' - Globalisierung, Neoliberalismus, Krieg, Frieden, Medien - beim heurigen Weltsozialforum in Porto Alegre.

Opfer der Globalisierung, maquiladora-Fabriken in Lateinamerika
von Leo Gabriel
A, 1998 - Länge: 11

Der Film schildert die menschenunwürdige Situation der Arbeiterinnen in Maquilas. Ciudad Juarez (Mexiko) ist im letzten Jahrzehnt zu einer Zweimillionenstadt herangewachsen. Rund 400 Multis errichteten hier Betriebe. Der Grund: Steuerfreiheit, Überangebot an Arbeiterinnen, Billigstlohn und das Fehlen von arbeits- sozial- und umweltrechtlichen Auflagen und Kontrollen. Vor allem Frauen arbeiten hier unter sklavenähnlichen Bedingungen bis zu 18 Stunden am Tag. Ähnlich ist die Situation in El Salvador, Nicaragua und anderen zentralamerikanischen Staaten. Immerhin ist es hier gelungen, erste Interessenvertretungen (z.B. Comutras) zu gründen und die erste internationale Maquilakonferenz zu organisieren.

Opfer der Globalisierung, Clean Clothes
von Leo Gabriel
A, 1999 - Länge: 12

Die österreichische Textilindustrie in Vorarlberg: Zunehmend härtere Marktbedingungen, die Verlegung von Produktionsstätten und die Automatisierung der Herstellungsverfahren haben in den letzten Jahren rund 50% der Arbeitsplätze gekostet. Der Film lässt Vertreter der Textilindustrie und 'Opfer der Globalisierung' zu Wort kommen. Er stellt die
Clean Clothes-Kampagne vor und zeigt Initiativen und Organisationen, die sich im Rahmen der Internationalen Kampagne für Arbeits- und Sozialrechte der TextilarbeiterInnen einsetzen.

Arbeit - Macht - Freiheit
von dem Splitter 4 Filmkollektiv Nicole Baïer, Mario Jandrokovic, Markus Huber, Sina Moser, Karl Rothauer, Tobias Ott, Hermann Peseckas, Claudio Ruggieri, Peter Staroch, Silke Theiner und viele andere..., Produktion:
Studio West Salzburg - A, 2001 Länge: 21
Arbeit-Macht-Freiheit, der Splitter 4, bringt unter anderem ans Licht:
Stille Post im Kulturbudget
Berittene Videoaktivisten
Sprechende Hunde
Der kleine Mann
Berufsgockel
EU-Sternschnuppen
Bierbeschwörer
und nicht zuletzt - erstmals für die breite Öffentlichkeit
Sina's Dorf, eine volkstümliche Sendung mit viel Musik & Hintergrund.


SOS-Mitmensch, Der Vermieter
von Jörg Pibal, Christian P. Saupper
Kino-Spot für
SOS-Mitmensch
'Der Vermieter' arbeitet mit ethnischen Stereotypen und deren Einsatz zur Aufrechterhaltung gesellschaftlicher Hierarchien. Am Beispiel alltäglicher rassistischer Praxen am Wohnungsmarkt wird das Verhältnis von Fremd- und Selbstbildern thematisiert.

Senderos
von Leo Gabriel


Kurzfilme zu ANTI-FASCHISMUS
Pogrome. Zur Verfolgung jüdischer MitbürgerInnen in Kärnten von Michael Zuzanek
Denkmalkultur in Kärnten/Koroska [s mit hatschek] von Michael Zuzanek
Andri 1924-1944 von Andrina Mracnikar
Principiis Obsta - Wehre den Anfängen von Thomas Lindermayer
Hugo Pepper von UTV Wien


Pogrome. Zur Verfolgung jüdischer MitbürgerInnen in Kärnten
von Michael Zuzanek, Klagenfurt-Wien 2001

Produziert im Auftrag des Vereines
Kärnten Down Under, Wissenschaftliche Beratung: Andrea Lauritsch

Denkmalkultur in Kärnten/Koroska [s mit hatschek]
von Michael Zuzanek, Klagenfurt-Wien, 2001

Produziert im Auftrag des Vereines
Kärnten Down Under, Wissenschaftliche Beratung: Lisa Rettl

Andri 1924-1944
von Andrina Mracnikar, A, 2002
mit elisabeth sitter-ogris, schnitt: max leimstättner, andrina mracnikar

Ein schöner, trauriger Essayfilm: Das Schicksal ihres Großonkels Andri, der vor fast sechzig Jahren als Kärntner Partisan getötet wurde, bewegt die junge Regisseurin zu einer filmischen Reise, die in komplexer Weise Familien- und Zeitgeschichte miteinander verbindet.

Principiis Obsta - Wehre den Anfängen
von Thomas Lindermayer, Kamera: independent Filmkollektiv (A, 2002)

Wehrmachtsausstellung und Nazi-Aufmärsche: Im April 2002 treten im schwarz-blau regierten Österreich Neo-Nazis zum ersten Mal seit 1945 am Wiener Heldenplatz auf. Sie werden nicht daran gehindert 'Sieg Heil' schreiend durch die Wiener Innenstadt zu ziehen. Die Ereignisse rund um die Wehrmachtausstellung und den Demonstrationen vom 13. April 2002.

Hugo Pepper
von UTV Wien

Die Rede des Widerstandskämpfers Hugo Pepper am 25. Februar 2000 am Wiener Heldenplatz anlässlich der schwarz-blauen Regierung.

Nicht stillhalten, wenn Unrecht geschieht
von Uwe Bolius, Robert Angst

Die heute 96-jährige Halleinerin Agnes Primocic hat während den beiden Diktaturen, 1933-38 und 1938-45 Widerstand geleistet. Im Austrofaschismus wurde sie vier Mal eingesperrt, unter Hitler von der Gestapo verhört, eingesperrt und gequält. Dennoch hat sie, unter Einsatz des eigenen Lebens, insgesamt 20 Gefangene aus dem KZ Hallein, einem Nebenlager von Dachau, zur Flucht verholfen. Darüber erzählt sie in dieser Dokumentation - mit Lebensfreude, Humor und Kraft. Ihrer plastische Schilderung kann sich niemand entziehen.

Detained/Asurot/Le Recluse/Gehindert
von
Kawther Salam, Anat Even, Ada Ushpiz, Kamera: Danor Glazer, Länge: 73, Produktion: 2001, Sprache: arab. OmU engl.
Najwa, Nawal und Siham, drei palästinensische Witwen, leben gemeinsam mit ihren 11 Kindern in einem Haus in Hebron. Dieses Haus liegt an der Grenze, die Fassade ist unter israelischer Besetzung, die palästinensichen Behörden kontrollieren den Hof. Am Eingang befindet sich ein Militärposten. Am Dach hat die israelische Armee einen bewaffneten Wachposten über das palästinensiche Hebron eingerichtet. Drei Frauen, in der Mitte gefangen, ständig von israelischen Soldaten umgeben, führen ihre nicht einfachen Leben in einer perversen Situation. Die Besetzung wird zur Routine, das Absurde wird zum Normalen. Dieser Film erzählt die Geschichte einer Besatzung, die sich von den Treppen zum Dachgiebel ausbreitet, in der wir Armut, Einsamkeit, Schmerz aber auch kleinen Freuden des Alltags begegnen. Es ist ein internes Gefängnis, das äußere ist die fortwährende Besatzung.
Die zweite Version dieses Films zeigt das Leben dieser drei Witwen unter traditionellem Patriarchat und der islamischen Gesellschaft, beleuchtet für einen Moment die Utopie von Selbstbestimmung inmitten der Hoffnungslosigkeit.
Dieser Film zeigt das Leben und Leiden von Frauen generell, aber hier anhand der privaten Geschichte der Witwen.


Wir leben ewig...
von Carla Knapp

wir leben ewig... begibt sich auf die Spurensuche nach dem einstigen Zentrum des aufgeklärten Ostjudentums in Wilna, dem 'Jerusalem von Litauen'. Mit dem deutschen Einmarsch am 22. Juni 1941 wurde diese Hochkultur innerhalb von zwei Jahren ausgelöscht. Von den rund 80.000 Jüdinnen und Juden in Wilna überlebten nur an die 2000 den Holocaust.
Während die nichtjüdische Wiener Musikgruppe gojim (Nichtjuden) den musikalischen Spuren folgt, erfahren wir durch sechs Zeitzeuginnen deren persönlichen Blick auf diese Zeit.
wir leben ewig lässt die Lieder des Wilnaer Ghettos noch einmal erklingen. Gespielt und gesungen von gojim. Für die Überlebenden, die nach langer Zeit 'ihre' Lieder wieder hören, diesmal gesungen von ÖsterreicherInnen und Deutschen, beginnt ihre eigene Geschichte wieder lebendig zu werden. Mit den Liedern entsteht ein Dialog über Generationen und Kulturen hinweg, ein Dialog zwischen Menschen, die voneinander berührt wurden.


OPEN AIR-Kino, Perner-Insel ab 21:00

Kurzfilme zu AUSGRENZUNG
[c mit hatschek] / Gute Nacht von Rolf Holub
Amnesty International Aktionstag von Sebastian Schlöglmann
Rekurative Ästhesie von Johannes Öhe, Christiane Dachs
Palestine Cup 2003 von Katharina und Xenia Kopf


Lhako Noc [c mit hatschek] / Gute Nacht
Regie und Drehbuch: Rolf Holub, Kamera: Branko Oraze [z mit hatschek] und Uros [s mit hatschek] Zavodnik
Produktion:
IKUC - Interkulturelles Center Volkshaus/Ljudski dom, A - Klagenfurt/Celovec, 2001
Länge: 3

Spot(t) über Xenophobie und Antislawismus am Kärntner Beispiel.

Amnesty International Aktionstag
von Sebastian Schlöglmann
Länge: 10

'Wohin wollen Sie flüchten? Wohin wollen SIE flüchten?!?'
Grosny, Kabul, Srebrenica... Milosevic, Putin, Pinochet...
Unrecht geschieht auf der ganzen Welt, ob nun in sogenannten 'Schurkenstaaten' oder in scheinbar so weit entwickelten Ländern wie Österreich.


Rekurative Ästhesie
von Joannes Öhe, Christiane Dachs
Länge: 18

Eine Zusammenstellung aus 119 Texten, die von ebenso vielen Menschen zum Thema Gewalt gegen Frauen, Mißhandlung und Vergewaltigung geschrieben, berichtet und erlebt wurden.

Palestine Cup 2003
von Katharina Kopf, Xenia Kopf
Kamera: Conny Eberweiser, Reinhard Pichler
Schnitt: Danie Binder, Leo Drexler, Roman Schmidseder
Länge: 3.30, Mai 2003

Fußballspielen für Palästina
Völkerverständigung ist's keine, meint Kurt Palm, Regisseur und diesmal Stürmer des FC Lokomotive Falter, denn: die Leute raufen gleich immer, wenn es ein Foul gibt. Dennoch: 5 Teams aus Südtirol, Palästina, Iran, Kolumbien und Wien treffen sich zum traditionellen Palestine-Cup, um Fußball zu spielen.



Dienstleistung: Fluchthilfe
von Oliver Ressler und Martin Krenn, 2001, DE/EN

Die restriktiven Einwanderungsbestimmungen der Staaten der Europäischen Union bedeuten für MigrantInnen, dass diese kaum eine Chance haben, legal in die EU einzuwandern und sich in einem der Mitgliedsstaaten aufzuhalten. Die Inanspruchnahme von Fluchthilfe ist daher für diese einreisewilligen Menschen oft die einzige Möglichkeit, die Grenzen der 'Festung Europa' zu überwinden.
Das Video 'Dienstleistung: Fluchthilfe' streicht positive Aspekte von Begriffen wie 'Schlepper' oder 'Schleuser' heraus, die in dominierenden medialen Diskursen negativ besetzt sind. Der Tatbestand 'Schlepperei' wird dabei - im Gegensatz zu weitverbreiteten Darstellungsmustern - nicht als kriminelle Ausbeutung von Flüchtlingen dargestellt, sondern der Dienstleistungscharakter dieses Gewerbes hervorgehoben und die hegemonialen Darstellungsmuster von 'Fluchthilfe' und Migration hinterfragt.
Anhand von Gesprächen, die in Deutschland und Österreich mit politisch engagierten MigrantInnen und VertreterInnen linker Gruppierungen geführt wurden, wird die Thematik in den vier Abschnitten 'Wer darf migrieren?', 'Feiern und abschotten', 'Zur Fluchthilfe' und 'Gegen Rassismus' analysiert und kritisch kommentiert.


Die Königinnen von Salgueiro haben relative Bürgerrechte
Ein Film von Silvia Santangelo Jura, Soundtrack: Célia Mara, C: Judith Benedikt, B: Christa Bechtloff-Franz, S: Gönül Kaya, P: Nika Jaina - connecting differences.
www.celia-mara.net
Wenn Macumba nicht schwarze Magie, sondern soziale Arbeit ist, wenn Favela 'gemeinsam für eine bessere Welt' bedeutet, wenn Straßenkinder zu KönigInnen werden... dann hat Dona Ivete das Wort. Im Zentrum des Dokumentarfilms 'Die Königinnen vom Salgueiro haben relative Bürgerrechte' steht ein, von der Umbanda-Priesterin Dona Ivete geleitetes, Afro-Friseurinnen-Projekt für marginalisierte Mädchen. Rund um den Afro-Schönheitssalon öffnen sich Einblicke in den Alltag am Morro do Salgueiro, eine der berüchtigten Favelas von Rio de Janeiro.

Sold Out
von John Buche, Kamera: Thomas Kürzl Produktion:
fish film, Filmhaus Wien
Der Film untersucht, wie sich die kulturellen Unterschiede zwischen Afrika und Europa im Fussballbusiness auswirken und wie skrupellose Geschäftsleute das zu ihrem Vorteil nützen. Hunderte junger Spieler (großteils Minderjährige) werden alljährlich unter fragwürdigen Umständen nach Europa 'transferiert'. Aber nur für wenige werden die Träume wahr, während zu Hause die Erwartungen der ganzen Familie auf ihren Agenten und Clubs locken die Spieler mit falschen Versprechungen nach Europa, wo, viele in der Illegalität, gestrandet ohne Aufenthaltsbewilligung und finanzielle Mittel, im Abseits der europäischen Wohlstandsgesellschaft landen. Der Film dokumentiert die Lage afrikanischer Fussballvereine, das kontroversielle Thema der Fussballschulen, von manchen als neuer Kolonialismus bezeichnet und die Ansätze der FIFA dieses Problem in den Griff zu bekommen. Gefilmt wurde 'Sold Out' in Ghana, Belgien, Spanien, Österreich und der Schweiz. Internationale Fußballgrößen wie Franz Beckenbauer (Präsident von Bayern München), Abedi Pele (afrikanische Fußballlegende) und der FIFA-Präsident Joseph Blatter nehmen Stellung zu diesem Tabu der europäischen Fußballszene.

Disobbedienti
von Oliver Ressler, Dario Azzellini - 2002, Sprache: IT/DE

Das Video 'Disobbedienti' von Oliver Ressler & Dario Azzellini thematisiert die Entstehungsgeschichte, die politischen Grundlagen und die Aktionsformen der Bewegung der Disobbedienti (die Ungehorsamen) anhand von Gesprächen mit sieben Beteiligten. Die Disobbedienti gingen während der Demonstrationen gegen den G8-Gipfel in Genua aus den Tute Bianche hervor. 'Tute Bianche' war die Bezeichnung für jene weiß gekleideten AktivistInnen aus Italien, die ihre durch Schaumstoff, Helme und selbst gemachte Schilde geschützten Körper bei direkten Aktionen und Demonstrationen als Waffe des zivilen Ungehorsams einsetzten. Der Übergang von den Tute Bianche zu den Disobbedienti ist auch eine Entwicklung vom 'zivilen Ungehorsam' zum 'sozialen Ungehorsam'.