Die Normale
das gesellschafts- und wirtschaftspolitische Dokumentarfilm-Fest

Die Normale, Hallein 2003
Programm, 26.05.03
Programm, 27.05.03
Programm, 28.05.03
Programm, 29.05.03
Programm, 30.05.03
Programm, 31.05.03
Das Normale-Team 2003
Flyer
Wir bedauern,...
Die Normale 2003 wurde ermöglicht durch
Öffentlichkeit

JUNGE NORMALE und Eröffnung der NORMALEN
Mittwoch, 28. Mai 2003


Stadtkino Hallein, 17:00 bis 22:00
17:00 kinderwelt weltkinder, die BAOBAB-DVD ab 8 Jahren
19:00 Dienstleistung: Fluchthilfe von Oliver Ressler, Martin Krenn
20:00 Ausschnitte aus Der Bauch ist leer, das Mass ist voll von Anne Voss
20:30 Passe buré! Die Filmemacherin Fanta Régina Nacro von Dorothee Plass, Max Annas
21:00 waking up the nation von Arnex

Open Air-Kino Perner-Insel
ab 21:00 SOZIALFOREN, ein Weg von Seattle nach Hallein
this is what democracy looks like - Seattle, 1999 von Jill Freidberg, Rick Rowley
Prag S26 von kanalB
This is what democracy looks like! - Salzburg, 2001 von Oliver Ressler
un mondo diverso e possibile - Genua, 2001 von Regie-Kollektiv, Koordination durch Francesco Maselli
Genua-Spezial von kanalB
publixtheatrecaravan.mov von Filmkollektiv VTK
Weltsozialforum @ Porto Alegre, 2001 von Leo Gabriel
Zustand: Ausnahmezustand von Claudio Ruggieri
Die Festung von Claudio Ruggieri
Europäisches Sozialforum (FSE/ESF), Florenz 2002 - Eine andere Welt ist möglich von erato social films
Noam Chomsky @ Weltsozialforum in Porto Alegre, 2003
Weltsozialforum @ Porto Alegre, 2003 von Leo Gabriel
building on diversity von feminist indy media


Stadtkino Hallein, 17:00 bis 23:00

kinderwelt weltkinder
ab 8 Jahren

Die kleine Verkäuferin der Sonne (Senegal 1998)
Lost and Found - die verlorene Brieftasche (Indien 1995)
Himmel und Hölle (Indien/Jemen/Haiti 1999)
Elena und Pancha (Ecuador 1992)
Die Scooterfahrer (Philippinen 1988)
Le Métis - Straßenkinder in Burundi (Burundi 1996)
Zezé - Der Junge, die Topfdeckel und die Favela (Brasilien 1995)
My City (Mosambik 1998)
8 Filme und Unterrichtsmaterialien zum Kinderalltag in Afrika, Asien und Lateinamerika: In ihrer Zusammenschau schaffen sie eine hervorragende und ganz unterschiedliche Begegnungsmöglichkeit mit Kindern aus drei Kontinenten, mit ihren Alltagserfahrungen, ihren Träumen ihrer Kreativität. Es sind Geschichten, die Sympathie herstellen wollen, die vielseitige Einblicke ermöglichen und nicht nur Armut und Elend thematisieren. (Martin Dellit)
Diese DVD ist erhältlich bei
BOABAB, der entwicklungspolitischen Schulbildungsstelle

Dienstleistung: Fluchthilfe
von Oliver Ressler und Martin Krenn, 2001, Sprache: DE/EN

Die restriktiven Einwanderungsbestimmungen der Staaten der Europäischen Union bedeuten für MigrantInnen, dass diese kaum eine Chance haben, legal in die EU einzuwandern und sich in einem der Mitgliedsstaaten aufzuhalten. Die Inanspruchnahme von Fluchthilfe ist daher für diese einreisewilligen Menschen oft die einzige Möglichkeit, die Grenzen der 'Festung Europa' zu überwinden.
Das Video 'Dienstleistung: Fluchthilfe' streicht positive Aspekte von Begriffen wie 'Schlepper' oder 'Schleuser' heraus, die in dominierenden medialen Diskursen negativ besetzt sind. Der Tatbestand 'Schlepperei' wird dabei - im Gegensatz zu weitverbreiteten Darstellungsmustern - nicht als kriminelle Ausbeutung von Flüchtlingen dargestellt, sondern der Dienstleistungscharakter dieses Gewerbes hervorgehoben und die hegemonialen Darstellungsmuster von 'Fluchthilfe' und Migration hinterfragt.
Anhand von Gesprächen, die in Deutschland und Österreich mit politisch engagierten MigrantInnen und VertreterInnen linker Gruppierungen geführt wurden, wird die Thematik in den vier Abschnitten 'Wer darf migrieren?', 'Feiern und abschotten', 'Zur Fluchthilfe' und 'Gegen Rassismus' analysiert und kritisch kommentiert.


Ausschnitte aus Der Bauch ist leer, das Mass ist voll
von Anne Voss, 2003

In den Philippinen haben multinationale Agrarunternehmen in den sechziger Jahren eine industrialisierte Landwirtschaft nach westlichem Vorbild durchgesetzt. Die sogenannte 'Grüne Revolution' hat den Hunger nicht gestillt und die Landbevölkerung noch ärmer gemacht. Heute verspricht die 'Genetec Revolution' wiederum Ertragssteigerung und Nahrung für alle. Bauernverbände und Agrarwissenschaftler kämpfen mit Menschenrechtsorganisationen und kirchlichen Entwicklungsdiensten gegen eine kleine machtvolle Elite, die aus Land Kapital schlägt. Sie arbeiten konsequent für eine bäuerliche Landwirtschaft, die die Ernährung der armen Landbevölkerung garantiert.
Quelle:
BAOBAB Entwicklungspolitische Schulstelle

Passe buré! Die Filmemacherin Fanta Régina Nacro
von Dorothee Plass, Max Annas, Kamera: Dorothee Plass, Produktion: Schnittstelle Köln (D, 1996)

Es gibt nicht viele Frauen im subsaharischen Afrika, die Filme machen. Und die meisten von ihnen sind durch ihre Dokumentarfilme bekannt. Fanta Régina Nacro aus Burkina Faso ist mit ihren Spielfilmen die Ausnahme von der Regel. 'Passe Buré!' ('Silence!') ist das Portrait einer dynamischen Frau: während des Drehs zu ihrem zweiten Kurzfilm 'Puk Nini!' am Set in Ouagadougou; mit ihrer Cutterin in Paris; und im Interview an beiden Orten. Seit 'Puk Nini!' (1995) hat Fanta Régina Nacro sieben weitere Filme realisiert.

waking up the nation - journal from the freedom bus
von Arnex
eine
Video Teppista-Produktion, Australien - 2002, Länge: 81
Im Sommer 2002 touren AktivistInnen, besorgt über die Behandlung von Asylsuchenden in Australien's Einwanderungs-Haftzentren, mit einem Bus eine zweimonatige, 15.000km lange Reise durch den Kontinent. Die Mission des 'Freiheit für Flüchtlinge'-Busses war, so viele Flüchtlinge wie möglich zu besuchen und die Behörden über Menschenrechtsverletzungen in diesen Camps zu informieren. Die Dokumentation nimmt auf eine inspirierende Reise mit, auf der sich die eigentümliche Mischung an Studierenden, Hausfrauen, Teens und Hippies mit Polizei, ärgerlichen Ortsansässigen und Sicherheitspersonal der Haftzentren auseinandersetzt. Die Dokumentation zeigt nach wie vor inhaftierte Menschen sowie deren Mißhandlung in der Hand von privaten Unternehmen, die diese Lager führen und von der Regierung unterstützt werden.

OPEN AIR-Kino, Perner-Insel
21:00 bis 02:00 SOZIALFOREN ein Weg von Seattle bis Hallein
this is what democracy looks like - Seattle, 1999 von Jill Freidberg, Rick Rowley
Prag S26 von kanalB
This is what democracy looks like! - Salzburg, 2001 von Oliver Ressler
un mondo diverso e possibile - Genua, 2001
Genua-Spezial von kanalB
publixtheatrecaravan.mov von Filmkollektiv VTK
Weltsozialforum @ Porto Alegre, 2001 von Leo Gabriel
Zustand: Ausnahmezustand von Claudio Ruggieri
Die Festung von Claudio Ruggieri
Europäisches Sozialforum (FSE/ESF), Florenz 2002 - Eine andere Welt ist möglich von erato social films
Noam Chomsky @ Weltsozialforum in Porto Alegre, 2003
Weltsozialforum @ Porto Alegre, 2003 von Leo Gabriel
building on diversity von feminist indy media

this is what democracy looks like
von Jill Freidberg, Rick Rowley, Kamera: 100 Medien-AktivistInnen, Länge: 60, Produktion: independent media center, Washington - Big Noise Films, Seattle, 1999 -
www.thisisdemocracy.org
Bei den WTO-Protesten in Seattle hatten wir eine gemeinsame Vision. Es kamen Menschen aus unterschiedlichen politischen Lagern und mit kulturellen Verschiedenheiten zusammen. Sie erhoben sich in einer Art und Weise, die dieses Land noch nie gesehen hat.

Prag S26
von
kanalB, Länge: 30 (CZ, 2000-09)
kanalB spezial nr_6 über den protest gegen IWF und weltbank im september 2000. 'wir erschaffen eine kulturelle bewegung', sagt eine frau aus einer us-amerikanischen sambatruppe. 15.000 aktivistInnen protestieren gegen den IWF und die weltbank. im anschluss viele verhaftungen und schläge hinter gefängnismauern.

un mondo diverso e possibile - Genua, 2001
von Filmkollektiv Alfredo Angeli, Giorgio Arlorio, Mario Balsamo, Giuliana Berlinguer, Maurizio Carrassi, Guido Chiesa, Francesca Comencini, Massimo Felisatti, Nicolò Ferrari, Gianfranco Fiore, Massimiliano Franceschini, Andrea Frezza, Giuliana Gamba, Roberto Giannarelli, Franco Giraldi, Wilma Labate, Salvatore Maira, Francesco Martinotti, Francesco Maselli, Mario Monicelli, Paolo Pietrangeli, Gilla Pontecorvo, Nino Russo, Gabriele Salvatores, Massimo Sani, Stefano Scialotti, Pasquale Scimeca, Ettore Scola, Daniele Segre, Carola Spadoni, Sergio Spina, Ricki Tognazzi, Fulvio Wetzl; Koordination durch Francesco Maselli, Produktion: Mauro Berardi, Luna Rossa Cinematografica S.r.l in Zusammenarbeit mit dem Genua Sozial Forum


Genua-Spezial
von
kanalB, Länge: 30 (Genua, 2001_07)
ende juli 2001 trafen sich in Genua die chefs der G8 staaten, um unter ausschluß der oeffentlichkeit die zukunft der welt zu regeln. die angereiste APO der globalisierungskritikerInnen wurde durch riesige zäune daran gehindert, ihr recht auf versammlungsfreiheit auszuüben. mit einer eskalationsstrategie im vorfeld, die die ansaessige linke an die 70er jahre erinnerte, versuchte der protofaschistische repressionsappart der regierung Berlusconi systematisch, die 300.000 aktivistInnen einzuschüchtern und (mit hilfe der willfährigen tagespresse) zu kriminalisieren.

This is what democracy looks like!
von Oliver Ressler

noborder - nonation 1
Für das Recht auf Freiheit von Bewegung!
thematisiert die Demonstration gegen die Tagung des World Economic Forum (WEF) in Salzburg 2001, bei der 900 GlobalisierungskritikerInnen von der Polizei eingekesselt wurden.


Weltsozialforum @ Porto Alegre, 2001
von Leo Gabriel
Länge: 20

Zustand: Ausnahmezustand
von Claudio Ruggieri, Produktion:
Offscreen Salzburg - Länge: 14, 2001
Vom 1. bis 3. Juli 2001 fand in Salzburg die jährliche Tagung des 'World Economic Forum' statt. Der Verein offscreen startete in Co-operation mit dem Institut für Publizistik der Universität Salzburg zu diesem Anlaß ein Doku-Film-Projekt, das die Erlebnisse der WEF-Gegner an diesen drei Tagen in Salzburg wiederspiegeln sollte. Herausgekommen sind dabei beklemmende Aufnahmen über das fragwürdige Verhalten der Polizei (Absicht oder doch nur Inkompetenz?), die den dreitägigen Ausnahmezustand in der Stadt offensichtlich dazu benutzte, um nach belieben und Abseits jeglicher demokratie-politischer
Verantwortung gegen Demonstranten, aber auch gegen Passanten und Salzburger Bürger, vorzugehen und diese ins kriminelleEck zu drängen. Die Doku versucht der Frage nachzugehen, warum es ausgerechnet in der Wolf-Dietrich-Straße zur Einkesselung der Demonstranten zusammen mit einer Reihe von zufällig anwesender Passanten kam, und warum die Polizei den stundenlangen kollektiven Freiheitsentzug dazu benutzte, um sinnlos Gewalt anzuwenden.


Die Festung
von Claudio Ruggieri
eine
offscreen, Salzburg Eigenproduktion, ca. 45 Min, Ö: 2002
Die Festung ist ein Film ueber die Proteste gegen den European Economic
Summit des WEF, der im September 2002 in Salzburg stattfand. Anhand von Interviews mit Vertretern verschiedener globalisierungskritischer Gruppierungen
werden die Strategien unterschiedlicher Protestformen, ihre Vorbereitung und die dabei entstehenden Konflikte thematisiert. Im Gegensatz zum WEF-Gipfel 2001, der von einem Demonstrationsverbot und einer stundenlangen Einkesselung von ueber 800 Protestierenden gepraegt war, verhielt sich die Polizei 2002 zurueckhaltend, die Demonstrationen verliefen friedlich. Trotzdem war die Berichterstattung in den Medien von der Gewaltfrage gepraegt, die Stadt von der Polizei besetzt, das Andraeviertel, in dem die WEF-Tagung stattfand, glich einer Festung. Damit stellte sich nach den Ereignissen die Frage, welche Strategien in Zukunft eingeschlagen werden sollen, um die Kritik am WEF und der von ihm vertretenen neoliberalen Form der
Globalisierung fuer eine breite Oeffentlichkeit verstaendlich zu machen, ohne dabei die Durchsetzungskraft der Bewegung zu gefaehrden.


Noam Chomsky @ Weltsozialforum, Porto Alegre 2003
von erato social films, Porto Alegre, 2003

Noam Chomsky zu den 'Klassikern' - Globalisierung, Neoliberalismus, Krieg, Frieden, Medien - beim heurigen Weltsozialforum in Porto Alegre.

publixtheatrecaravan.mov
von Filmkollektiv VTK (Boeck, Gössler/Kahofer/Nowak/Olger), Musik: Bernhard Fleischmann / Monocoleur,
Dokumentiert die Europa-Tour der VolxTheaterKarawane gegen Deportation und für die Freiheit der Bewegungen im Sommer 2001. Nach dem G8-Treffen in Genua endete die Tour vorzeitig. 'Dank' der guten, bilateralen Beziehungen zwischen der österreichischen und der italienischen Regierung wurden 25 CaravanistInnen inhaftiert und für 3 Wochen festgehalten.

Europäisches Sozialforum (FSE/ESF), Florenz 2002 - Eine andere Welt ist möglich
von erato social films, Kamera: Lea Friessner, Thomas Lindermayer, Schnitt: Thomas Lindermayer
Länge: 20, Produktion: Florenz, 2002

Dieser Vision folgten 60.000 Delegierte aus aller Welt um in Florenz das Europäische Sozial Forum zu bilden.
In hunderten Veranstaltungen wurden Gedanken ausgetauscht, wie man der neoliberalen Wirtschaftspolitik eine Sozialbewegung entgegensetzen kann.


Weltsozialforum @ Porto Alegre, 2003
von Leo Gabriel
Länge: 20


building on diversity
von feminist indy media
A, 2001 Länge: 34

building on diversity lautete der Titel der WEF-Konferenz 2001 in Salzburg. Was Wirtschaftsmaechtige der westlichen Industriestaaten unter diversity verstehen und welche Resultate neoliberale Ansaetze auf Frauen, Lesben und Migrantinnen haben, war Inhalt des Redebeitrags der autonomen FrauenLesben, die sich am Anti-WEF-Protest in Salzburg 2000 beteiligt haben. Sie und andere kommen in dem Video zu Wort/Bild.
Waehrend des Feministischen Widerstandskongresses 2000 in Wien schlossen sich Frauen aus wissenschaftlichen, kuenstlerischen und politischen Kontexten zu einer Videogruppe zusammen. Es wurden Schnittworkshops und Equipment (video, audio etc) organisiert. dokumentiert aus feministischer, aktivistischer und wissenschaftlicher Sichtweise Ereignisse des Jahres 2001, u. a. 8. Maerz, fluminut-Kongress, transgender-talk, oetekiben... In die Art der Dokumentation flieszen die verschiedenen Zugaenge der Beteiligten mit ein.