Die Normale 2008
das gesellschafts- und wirtschaftspolitische Dokumentarfilm-Fest

Normale 08 Strandbar Herrmann
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Normale 08 an der Strandbar Herrmann wurde ermöglicht durch

Normale 08 Infokrieg-Spezial
im Pavillon der Strandbar Herrmann

zum Download des Programms (pdf, 88kb)
Programmänderungen vorbehalten

Programm für Sonntag, 13. Juli 2008, Beginn ab 20:00 Uhr
~20:00 Firewall von Regie-Kollektiv
~21:30 Hitlers amerikanische Geschäftsfreunde von Dieter Schröder und Joachim Schröder

~20:00
Firewall
von Tarrajna Dorsey, Sky Shields,
Merv Fansler, Michael Kirsch,
Liona Fan-Chiang, Mark Samet,
Peter Martinson
84 Min, engl. OF

Eine Analyse der Weltfinanzkrise im Jahre 1929 gibt Aufschluss über die gegenwärtige Situation am Finanzmarkt.

Lyndon LaRouche sagt noch für das Jahr 2008 einen Total-Kollaps der Weltwirtschaft voraus. Dieser sei unvermeidlich und gerade aus diesem Grund sollten wir Vorkehrungen treffen, um später nicht im Chaos zu versinken.

Der Film verspricht durchaus Hoffnung und zeigt uns die im Grunde so simple Lösung dieses Problems. Auch wenn der Kollaps des Geldsystems nicht mehr aufzuhalten scheint, ist noch nicht alles zu spät.

Von uns Menschen selbst hängt es letztlich ab, wie wir unsere Zukunft gestalten. Doch dafür ist vor allem der Zugang zu Informationen wichtig, um ein umfassenderes Weltverständnis für gegenwärtige Geschehnisse zu erlangen.


zum online-stream des Films

~21:30
Hitlers amerikanische Geschäftsfreunde
US Konzerne verdienten am Krieg
von Dieter Schröder und Joachim Schröder
44 Min, deutsch
Deutschland 2003

Henry Ford, der legendäre amerikanische Autobauer, der GM Manager James D. Mooney und der IBM Boss Tom Watson wurden von Hitler für ihre Verdienste um das III. Reich mit dem Großkreuz des deutschen Adlerordens ausgezeichnet: Der höchste Parteiorden für Ausländer. Zu dieser Zeit - 1937 und 1938 - lief Hitlers Rüstungsmaschine bereits auf vollen Touren. Die deutschen Töchter dieser amerikanischen Konzerne Opel, Ford Werke AG und Dehomag hatten sich bereitwillig in Hitlers Kriegsvorbereitungen integrieren lassen. Einige der amerikanischen Industriellen hatten auch persönliche Sympathien für die Nazis und unterstützten die NSDAP mit Geld.

Ohne die von Opel und Ford produzierten Lastwägen und Kettenfahrzeuge hätte Hitler weder Österreich noch die Tschechoslowakei besetzen, noch Polen und Frankreich in einem mobilen Blitzkrieg überrennen können. Rund 90% der Dreitonner-Kettenfahrzeuge und zwei Drittel aller mittelgroßen LKWs für die Wehrmacht wurden von Opel und Ford produziert. Opel fertigte außerdem einen großen Teil der Motoren und des Rumpfes für die Ju-88, Hitlers wichtigstem Bomber, sowie gegen Kriegsende die Turbinen für die Me-262, den ersten Düsenjäger der Welt. Beide Firmen beschäftigten Tausende von Zwangsarbeitern, darunter auch KZ-Häftlinge.

Standard Oil of New Jersey lieferte bis in die ersten Kriegsjahre hinein Rohöl, Spezialmotoröl für Panzer und Tetra-Äthyl für Hitlers Luftwaffe. Außerdem half Standard Oil bei der Perfektionierung der Massenherstellung synthetischen Benzins. In einem Geheimabkommen mit IG-Farben erhielt Standard Oil u.a. deutsche Patente zur Herstellung synthetischen Gummis, verpflichtete sich aber, diese der amerikanischen Industrie vorzuenthalten und behinderte damit die amerikanische Rüstung. Erst 1942 nach einer Senatsuntersuchung, in der Standard Oil des Verrats bezichtigt wurde, ließ die amerikanische Regierung diese Patente beschlagnahmen.

Die mit amerikanischer Lizenz gebauten Hollerith-Maschinen der IBM, den Vorläufern des heutigen Computers, benötigte Hitler, um Rüstung und Wehrmacht zu organisieren sowie die Vernichtung der Juden vorzubereiten und später die Zwangsarbeiter für die Rüstungsindustrie 'zu verwalten'. Das US-Justizministerium, das 1944 IBMs Nazi-Kontakte untersuchte, stellte die Firma in den frühen 1940er Jahren mit den Nazis auf eine Stufe.

Noch 1942 waren 553 ganz oder teilweise in amerikanischem Besitz befindliche Unternehmen in Deutschland tätig. Der Film konzentriert sich auf die vier Konzerne, die für Hitlers Kriegsführung unentbehrlich waren und deshalb auf Wunsch des Führers bis Kriegsende der Enteignung entgingen - gegen den Willen der NSDAP, der die hohen Kriegsgewinne der amerikanischen Firmen zuwider waren.

Die Behauptung der amerikanischen Konzernleitungen, sie hätten nach der Kriegserklärung Hitlers an die Vereinigten Staaten nicht gewusst, was mit ihren deutschen Töchtern geschah, lässt sich aufgrund der Recherchen widerlegen.

Die Konzerne handelten nach dem Motto 'Wer bleibt, gewinnt!' Opel und Ford erhielten für alliierte Bombenangriffe auf ihre deutschen Werke eine Entschädigung, vor allem von den amerikanischen Steuerzahlern. Sie konnten ebenso wie IBM nach Kriegsende ihre Geschäfte sofort wieder aufnehmen.

Für die Dokumentation wurde in Film- und Fotoarchiven in den USA, in Lateinamerika, Spanien, England, Frankreich, Polen und Deutschland recherchiert; außerdem wurden wichtige Zeitzeugen und Experten interviewt. Schauplätze, Dokumente und Beweisstücke aus der Zeit sind auf 16mm s/w negativ gedreht worden.


und aus jüngerer Vergangenheit:
NATO's War of Aggression in Yugoslavia: Who are the War Criminals? von Michel Chossudovsky (englisch) - eine der Top 25 Censored Stories for 2000
Wer profitiert am Irak-Krieg? von Martin Petersen (deutsch)
Der Irakkrieg ist ein gigantisches Geschäft, Tagesspiegel Interview mit Naomi Klein (deutsch)