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Thirst
von Alan Snitow und Deborah Kaufman 2004 62 Min, engl. OF www.thirstthemovie.com | Ist Wasser ein allgemeines Gut, Menschenrecht für alle? Oder eine Ware, die am globalen Markt gekauft und verkauft wird? Der Film erzählt die Geschichten der Gemeinden in Bolivien, Indien und den USA, die diese fundamentale Frage aufwerfen. Über eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Jedes Jahr sterben Millionen Kinder an Seuchen verursacht durch unsicheres Wasser. Tendenz steigend. In der Eröffnungssequenz von Thirst treiben diese Fakten treiben eine Debatte während des 3. Weltwasser-Forums in Kyoto (Japan) 2003 an. Politiker, internationale Bankiers und Verantwortliche von Konzernen kommen zusammen, um darüber zu entscheiden, wer das globale Frischwasser kontrollieren wird. Ihr Konsens für große Staudämme und privatisierte Wassersysteme wird von ExpertInnen und AktivistInnen herausgefordert, die Wasser als Menschenrecht und nicht als Ware ansehen, die am freien Markt gehandelt werden kann. Oscar Olivera, Gemeindeverantwortlicher in Bolivien, schreckt einen CEO-Ausschuss mit folgenden Worten auf: Viele der hier anwesenden Konzerne haben das Wasser mit dem Blut unserer Landsleute befleckt. Der Schauplatz des Films wechselt kurz nach Bolivien, wo Olivera einen Aufstand gegen den Wasserprivatisierungsvertrag mit dem amerikanischen Bechtel-Konzern angeführt hat. Zehntausende Menschen waren in Kämpfe mit Polizei und Armee verwickelt, um ihr Recht auf Wasser zu verteidigen. Nachdem ein Scharfschütze den 17jährigen Victor Hugo Daza getötet hat, ist die Regierung gezwungen, einen der weltweit mächtigsten Konzerne des Landes zu verweisen. Hauptschauplatz von Thirst ist Stockton (Kalifornien). Der Bürgermeister Gary Podesto schlägt vor, die Kontrolle über das Wassersystem einem Konsortium global operierender Konzerne zu übergeben. Er ist über die Reaktion der EinwohnerInnen in Stockton überrascht, die eine neue Graswurzel-Koalition bilden und Mitspracherecht verlangen. Sie sind beunruhigt über den Wasserpreis, die Wasserqualität und über die Entlassung öffentlich Bediensteter - mehrheitlich Frauen und Menschen anderer Hautfarbe. Der afro-amerikanische Aufsichtsführende Michael McDonald hält Demokratie für den eigentlichen Punkt dieser Auseinandersetzung. In Indien hat eine Graswurzelbewegung für die Bewahrung des Wassers Flüsse verjüngt und damit buchstäblich Wüste in Landschaft verwandelt. Geführt von Rajendra Singh, den die lokale Bevölkerung als modernen Ghandi bezeichnet, stellt sich die Bewegung der Regierung gegenüber, die sich eifrigst bemüht, Wasserquellen an Konzerne wie Coca-Cola oder Pepsi zu verkaufen. Singh reist quer durch Indien um Widerstand zu organisieren, Millionen Menschen schliessen sich ihm an. Die Wasser-Aktivisten von Bolivien, Stockton und Indien treffen einander am Weltwasser-Forum in Kyoto als Teil einer neuen Bewegung gegen globale Wasser-Privatisierung. zum Standpunkt der UNO |