Die Normale
das gesellschafts- und wirtschaftspolitische Dokumentarfilm-Fest

Junge Normale @ cinemagic 8.-12.05.06
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Junge Normale 06 @ cinemagic
Programm für Dienstag, 9. Mai 2006

zum download des Junge Normale @ cinemagic-Programms (pdf, 716kb)

9:00-11:30 Uhr Die großen Alleen
von Colectivo Presente - Regie-Gespräch

19:30 Uhr Leben ausser Kontrolle Von Genfood und Designerbabies
von Bertram Verhaag & Gabriele Kröber




9:00-11:30 Uhr
Die großen Alleen
(Las Grandes Alamedas)

von Colectivo Presente
Chile/Deutschland 2004
ES-OmU-DE
ab 16 Jahren
Chile gilt als wirtschaftliches und soziales Vorzeigemodell Lateinamerikas. Der Film erzählt dagegen eine andere Geschichte: Sie führt von der Diktatur Pinochets direkt zum heutigen entfesselten Neoliberalismus.

Mit dem Putsch 1973 begann ein tiefgreifender Umbau der ökonomischen und gesellschaftlichen Struktur.Die für viele Menschen unvorstellbaren Privatisierungsmaßnahmen und die vollkommene Liberalisierung des Marktes haben in Chile nicht nur zu hohen Wachstumsraten geführt, wie gerne von der ausländischen Presse und von 'Wirtschaftsexperten' hervorgehoben wird, sondern initiierten gleichermaßen einen praktischen Ausverkauf des Landes an multinationale Konzerne.

Heute wird Chile durch steigende Armut und die Privatisierung des öffentlichen Sektors erschüttert.

Mit persönlichen, kritisch reflektierenden Erzählungen zeigt der Film den früheren und heutigen Widerstand.


Rahmenprogramm
des Vormittags

Im Gespräch mit dem Regie-Kollektiv 'Colectivo Presente' folgen wir den Spuren des neoliberalen Feldversuches in Chile über die Regierungen von Ronald Reagan und Margaret Thatcher zu den Nobelpreisträgern, die Wirtschaftswissenschaften zum Naturgesetz erklärten, bis zum heutigen Ausverkauf der öffentlichen Daseinsvorsorge bei uns und wer davon profitiert.

zum download der Handreichung (PDF, 60kb)

Gen-Chaos
19:30 Uhr
Leben ausser Kontrolle
Von Genfood und Designerbabies
von Bertram Verhaag & Gabriele Kröber
Deutschland 2003
95 Min, deutsch
Mitte der 1980er Jahre findet die Wissenschaft mit der Gentechnologie den Schlüssel, sich die Erde und vor allem ihre Geschöpfe endgültig untertan zu machen. 20 Jahre später begeben wir uns auf eine Weltreise, um die fortschreitende Genmanipulation bei Pflanzen, Tieren und Menschen zu erkunden.

Wie schon bei der sogenannten friedlichen Nutzung der Atomenergie verspricht die Industrie das Paradies auf Erden:Keinen Hunger mehr, keine Pestizide, noch höhere Erträge...
Kein/e PolitikerIn, kein Gremium, kein Gesetz hindert die Industrie an diesem Feldversuch.

Weltweit bieten nur eine Handvoll idealistischer WissenschaftlerInnen, Vandana Shiva und NichtRegierungsOrganisationen (NROs/NGOs) der Industrie die Stirn und untersuchen - unabhängig von deren Geld - die Auswirkungen transgener Tiere und Pflanzen auf die Umwelt und auf unsere Gesundheit, wenn wir diese genmanipulierten Lebensmittel zu uns nehmen.

Gemeinsam mit Gertrude Klaffenböck von FIAN Food International Action Network, der Menschenrechtsorganisation für das Recht sich zu ernähren, und Jens Karg von Global 2000 sprechen wir über das Millennium-Entwicklungsziel, bis 2015 die extreme Armut (1 Mrd Menschen < 1 Euro pro Tag) und Hunger (800 Mio Menschen weltweit) mindestens zu halbieren.
Es profitieren bislang Bayer, DeCode Genetics, Monsanto, Pioneer, Syngenta, ...
Genetische Verschmutzung lässt sich im Gegensatz zur chemischen nicht rückgängig machen.

www.fian.at, www.global2000.at
www.armutszeugnis.at
www.attac.at/genattac.html