Die Normale
das gesellschafts- und wirtschaftspolitische Dokumentarfilm-Fest

Normale 04, 3.-5. Juni 2004 @ ASF04, Linz
Normale 04 Spielorte
Junge Normale in Linz
Do, 03.06.04 - Medienzelt
Do, 03.06.04 - Kunst Uni
Do, 03.06.04 - transpublic
Fr, 04.06.04 - Medienzelt
Fr, 04.06.04 - Kunst Uni
Fr, 04.06.04 - transpublic
Sa, 05.06.04 - Medienzelt
Sa, 05.06.04 - Kunst Uni
Sa, 05.06.04 - transpublic
Filme von A-L
Filme von M-Z
Das Normale Team 2004
Die Normale 2004 wurde ermöglicht durch
Öffentlichkeit
report (EN)
Pressetext

Normale04 @ Medienzelt
Linz, Arenaplatz
Samstag, 5. Juni 2004


10:30 Stimmen einer Stadt - Das partizipative Budget von Porto Alegre, Luis Acevedo Fals und Marta Harnecker - OmU-EN, 25 Min
11:00 Signals Through the Flames: The Story of the Living Theatre, Sheldon Rochlin - EN, 97 Min
13:00 Hack Workers, Furkat Yakvalkhodzhaev - OmU-EN, 20 Min
13:20 Live Containers, Orzu Sharipov - OmU-EN, 26 Min
14:00 Say I Do, Arlene Ami - EN, 55 Min
15:00 MenschIn - Der Film über Ute Bock, Renée Kellner - DE, 15 Min
15:00 Bock auf Bier? – Beiträge über Ute Bock utv.at - DE, A 2003/04
16:00 Zwischenstation - Jugendliche im AsylwerberInnenheim Traiskirchen, utv. at - DE, 15 Min
16:30 rassismus tötet, kanalB.at - DE, 29 Min
17:00 I am a rebel, Vincent Moloi - EN, 53 Min
23:00 media cubism, filmische Berichterstattung vom ASF04



Sa, 10:30 Medienzelt
Stimmen einer Stadt - Das partizipative Budget von Porto Alegre OmU-EN, 25 Min
Regie: Luis Acevedo Fals und Marta Harnecker - in Zusammenarbeit mit dem Centro del memoria popular latino americano (NEPLA)
Interviews vor allem mit Frauen in Porto Alegre, dem „fröhlichen Hafen“. Es kommt zum Ausdruck, dass Frauen mit Selbstbewußtsein aufbauen, weil sie sehen, sie können etwas tun und sich einbringen. Interviews in den Vierteln in der Stadt.

Sa, 11:00 Medienzelt
Signals Through the Flames: The Story of the Living Theatre EN, 97 Min
Regie: Sheldon Rochlin - Produktion: Mystic Fire Productions - 1983
Ausschnitte aus allen Theaterstücken des Living Theatre von 1947 bis 1983 illustrieren die verbalen Interviews mit Julian Beck und Judith Malina, die die Gechichte des Living Theatre's epochenweise erzählen. Politik, Philosophie und direkte Aktion kommen dabei nicht zu kurz. Schwerpunkt ist natürlich der 'Nonviolent Activism'. Wichtig ist eine gute Kenntnis der englischen Sprache, da das Gesagte hier ebenso wichtig ist wie das Gezeigte. Ursprünglich für die PBS-Serie 'Great American Masters' gedreht, war diese Dokumentation dann doch zu 'riskant'.

Sa, 13:00 Medienzelt
Hack Workers OmU-EN, 20 Min
Regie: Furkat Yakvalkhodzhaev - Uzbekistan 2002
Von ihren Ehemännern aus den Häusern geworfen, von ihren Kindern getrennt und entgegen allen usbekischen Traditionen gezwungen, ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, finden sich die Frauen in der teuflischen Welt der Leiharbeit wieder. Gesetzlich nicht geschützt müssen sie täglich mit Gewalt, Vergewaltigung und Ermordung rechnen.

Sa, 13:20 Medienzelt
Live Containers OmU-EN, 26 Min
Regie: Orzu Sharipov - Tajikistan
Dieser Report aus einem Frauengefängnis erzählt von der wirtschaftlichen Härte und dem politischen Chaos, das viele Frauen in Tadschikistan dazu gebracht hat, aus purer Lebensnotwendigkeit 'lebende Container' zu werden, indem sie Heroin in ihrem Körper schmuggelten. Diese Frauen, die zuvor normale Leben führten, können vielleicht nicht kriminell genannt werden. Die Regierung anerkennt das und erlässt gelegentlich die Strafe jener Frauen, die mit geringen Mengen - in tadschikischen Verhältnissen - an Drogen gefasst wurden. Nebst ihrer aufrichtigen Haltung und Freude, wenn sie freigelassen werden (Strafmaß 10-22 Jahre), gibt es keine Garantie, dass ihr Leben sie nicht ein weiteres Mal diesen fürchtlichen Weg gehen lässt.

Sa, 14:00 Medienzelt
Say I Do EN, 55 Min
Regie: Arlene Ami - Red Storm Productions - Kanada 2003
'Say I Do' zeichnet die Geschichte von drei 'Versandkatalog-Bräuten' aus den Philippinen, die nun in Kanada leben. Um ihrem Leben in Armut zu entkommen und ihre Familien zu unterstützen, heiraten diese Frauen Männer, die sie nicht kennen. Sobald sie in Kanada angekommen sind, landen sie isoliert in entlegenen Regionen. Eine Frau kommt in einer Kleinstadt mitten im Winter an und landet in einem Campingwagen ohne Fließwasser. Sehr bald erkennt sie, dass ihr Gatte gewalttätig ist.
Mit niemanden, an den sie sich wenden könnten, sind sie der Gnade der Ehemännern ausgeliefert. Was vor ihnen liegt, ist unsicher. Die Glücklichen unter ihnen können zu Stabilität finden. Die weniger Glücklichen können unter fürchterlichen Konsequenzen leiden. Alle von ihnen sind bereit, das Risiko zu tragen. 'Ob du es magst oder nicht, ob deine Heirat gut verläuft oder nicht, du mußt es nehmen. Es ist wie ein Glücksspiel. Und du bist der Einsatz.'

Sa, 15:00 Medienzelt
MenschIn - Der Film über Ute Bock DE, 15 Min
Renée Kellner
Über den Inhalt ihres Filmes will Renée Kellner nur Natascha Wodin zitieren: 'Die eigentliche Geschichte bleibt unerzählt, denn die wahre Sprache könnte nur die Sprachlosigkeit sein'. (red - dieStandard.at)

Sa, 15:15 Medienzelt
Bock auf Bier? – Beiträge über Ute Bock DE, A 2003/04
utv.at
Elfriede Jelinek, Erwin Steinhauer, : Erika Weinzierl zur Aktion
Ute Bock bei 25-Das Magazin, Trinken für den guten Zweck, Christoph Feurstein – ORF - A 2003
Frau Bock in Wien Heute, Die Auftaktveranstaltung, Dagmar Aigner - ORF - A 2003
Bock im Palmenhaus, Dagmar Aigner - ORF Wien Heute - A 2003
ARTE, 'Absolut-Capté' – Beitrag, Redaktion: Denise Dismer- ARTE - A 2004

WEIL DIE BEHÖRDEN NICHTS TUN, MÜSSEN WIR BIER TRINKEN
Täglich werden in Österreich AsylwerberInnen auf die Strasse gestellt. Ute Bock kümmert sich seit Jahren um diese Menschen. Nun sind ihre Ersparnisse aufgebraucht. Jetzt liegt es an uns, Ute Bock zu unterstützen.
Seit 13. Juni gehen von jedem Bier, das Sie in einem der Bock auf Bier-Lokalen trinken, 10 Cent an den Verein Ute Bock. Damit auch Flüchtinge in Österreich eine Zukunft haben.
In Zusammenarbeit mit SOS Mitmensch

Trinken für Flüchtlinge: Wiener Szene macht sich für junge Einwanderer stark - Sie schlafen in U-Bahnstationen und Hinterhöfen - rund tausend Flüchtlinge in Wien sind obdachlos. Ute Bock engagiert sich für die jungen Ausländer und hat im Laufe der Jahre 30 Wohnungen für sie angemietet. Absolut begleitet junge Österreicher bei ihrem Kampf gegen die restriktive Flüchtlingspolitik in ihrem Land.
www.fraubock.at
www.bockaufkultur.at
www.sos-mitmensch.at

Sa, 16:00 Medienzelt
Zwischenstation - Jugendliche im AsylwerberInnenheim Traiskirchen DE, 15 Min
Redaktion: Agnes Hellmuth - utv.at UTV Wien - A 2004
Im AsywerberInnenheim Traiskrichen, einer alten Kaserne außerhalb Wiens, sind im Schnitt 1000 Flüchtlinge untergebracht - unter ihnen auch viele Jugendliche. Haus 9 ist das Wohnheim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge - hier wohnen 85 junge Menschen. Sie leiden besonders unter der Flucht und ihrer unbestimmten Zukunft in Österreich.
Warten auf Asyl ist oft vergeblich. Rund 80% der gestellten Asylanträge werden abgelehnt - die Verfahren dauern meist ein Jahr und länger. Die Jugendlichen befinden sich während dieser Zeit im rechtlichen und geographischen Niemandsland: ohne geregelte Schulbildung und 50km außerhalb von Wien. Ungewissheit und Langeweile machen den jungen Flüchtlingen am meisten zu schaffen.

Sa, 16:30 Medienzelt
Sa, 16:30 Medienzelt
rassismus tötet DE, 29 Min
Team: flo / chris haderer / alexandra gerbaulet - berichtete ein Redakteur der Zeitung 'Falter'. Nun, hier sehen wir es auch.
www.kanalb.at - A 2003/04
In der Nacht vom 15. auf 16. Juli 2003 starb Seibane Wague an den Folgen eines Polizei- und Rettungseinsatzes im Wiener Stadtpark-Afrikakulturdorf. Die Sanitäter seien mit beiden Beinen auf dem Mann gestanden, der zuständige Arzt habe das Geschehen teilnahmslos 'mit den Händen in den Taschen' verfolgt. 'Später ist er ihnen sogar von der Tragbahre gefallen',
www.afrikanet.info
www.no-racism.net

Sa, 17:00 Medienzelt
I am a rebel EN, 53 Min
Regie: Vincent Moloi - Südafrika
Ein 80jähriger Aktivist und einer der engagiertesten Anti-Apartheid-Aktivisten konfrontiert nun seinen früheren Kollegen im Kampf gegen Apartheid. Er glaubt, dass sie das Prinzip 'Menschen vor Profit' betrogen haben. Begleitet wird er von einem naiven, jungen Filmemacher, der bemüht ist zu verstehen, warum der Alte nach wie vor auf den Straßen demonstrieren ist, während seine Kollegen Büros bei der Regierung der Weltbank bezogen haben. Wird der junge Filmemacher den 80jährigen Dennis Brutus enträtseln?