| Turmbau zu Babel Religionen und Globalisierungskritik
erschienen auf attac.info im Rahmen des Europäischen Sozialforums - Florenz, Nov 02
Die hier anwesenden VertreterInnen der buddhistischen, evangelischen, jüdischen und islamischen Religionen sowie der lateinamerikanischen Befreiungskirche sind sich einig: Der Mensch steht im Mittelpunkt, Wissenschaft und Technik haben ihm zu dienen.
Ein herabstürzender Stein wurde im Fall des Turmbaus zu Babel mehr bedauert, als ein in die Tiefe fallender Mensch. So wurde auch hier dem selbsterschaffenen Produkt unangemessen viel mehr Wert beigemessen und hatte weitreichende Verständigungsschwierigkeiten zur Folge.
Das Gegenüber in das Zentrum der eigenen Aufmerksamkeit zu rücken, den Mitmenschen und ihrer Verschiedenheit mit Respekt zu begegnen, für den/die andere/n mehr zu tun, bedeutet, dem göttlichen Funken in jedem von uns Rechnung zu tragen.
Zwar bedient sich insbesondere der westliche, städtische Mittelstand bewusstseinserweiternder Elemente wie Meditation zur Stressbewältigung. Wir bedenken dabei allerdings nicht, dass unser Lebensstil massgeblich für die Ausbeutung der Natur und die anderer Völker mitverantwortlich zeichnet.
Fuer Religionen, so ein Redner, kommt diese soziale Bewegung gerade recht und die TeilnehmerInnenzahl bestätigte das.
Barbara Waschmann
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